COCOYOC - Entwicklungspolitische Vereine berichten...

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Entwicklungspolitische Vereine berichten: ...ein Schulprojekt im Himalaya und im Kongo... Dorfentwicklung und Solarenergie für Spitäler in Tansania... Wasserkraft für Kuba... ein Medienprojekt über sexuellen Missbrauch und Stärkung von Frauenrechten in Nicaragua... ein Brunnenprojekt in Burkina Faso...

Freies Radio – Medium der Zivilgesellschaft: Die sieben Vereine gehören keinen großen (internationalen NGOs, staatlichen oder kirchlichen) Institutionen an. Die Selbstrepräsentation mittels Freier Medien ist ein Weg zur interessierten Öffentlichkeit.

Entwicklungspolitische Praxis findet in pluralen Räumen statt und hat basale Bedürfnisse zum Inhalt: „Lebensmittel“ sind Nahrung, Wasser, Medizin, aber auch soziokulturelle oder individuelle Selbstbestimmung und Bildung. Näher betrachtet, zeigen sich Differenzen, wie diese Ziele erreicht werden können - sprich: was bedeutet Entwicklung?

Die sieben Projektvereine im Überblick

Erklärung von Graz

Sendetermine: 9., 10. und 11. Februar

Anfang der 70er Jahre begann eine Gruppe von GrazerInnen mit Selbstbesteuerung für die Dritte Welt. Aus dieser Initiative entwickelte sich die ERKLÄRUNG VON GRAZ, ein Verein für solidarische Entwicklung mit den Ländern des Südens.
Wir sind überzeugt, dass Erfolgs- und Konsumzwang dem Wert unseres Lebens abträglich sind und setzen deshalb einen kleinen Teil unseres Wohlstands für die Finanzierung von Projekten der autonomen Entwicklung an einzelnen Orten in den Ländern des Südens ein.
Wir wählen die von uns finanzierten Projekte selbst aus und legen großen Wert auf einen direkten Kontakt mit den Personen, die die Projekte vor Ort betreuen. Sie können sich auch auf unserer Homepage unter www.evg-eza.org informieren.

www.evg-eza.org

NIcaúnidAT

Sendetermine: 12., 13. und 14. Februar

Der Verein NIcaúnidAT realisiert und plant Projekte in Granada, Nicaragua mit Unterstützung von Pan y Arte Österreich. NIcaúnidAT, ein Verein von Studentinnen der Universität für angewandte Kunst Wien, arbeitet anhand der Medien Fotografie, Video und Sound mit Jugendlichen zum Thema „Tourismus“.
In der ersten Sendung (Deutsch/Spanisch) erzählt die Initiatorin Jasmin Schaitl, wie es zum Projekt Asomate kam. Darin realisierten die Jugendlichen Kurzfilme zum Thema der sexuellen Ausbeutung. Außerdem führten sie unterschiedlichste Interviews auf der Straße, mit der Polizei, dem Bürgermeister, usw. durch. Das Ziel war, die Jugendlichen über die Kunst zur Reflexion ihres Alltags zu bewegen, im Speziellen die sexuelle Gewalt und Effekte des Tourismus wahrzunehmen.
In der zweiten Sendung wandern wir akustisch durch Nicaragua! Stationen der Reise: die Tourismusstadt Granada, das Festival de Poesia und Gioconda Belli, die Vulkaninsel Ometepe, ein Jugendtheaterstück, bis ins stille Naturreservat Tisey-Estanzuela in Esteli.

nicaunidat.wordpress.com
www.panyarte.at

Friends of Lingshed

Sendetermine: 15., 16. und 17. Februar

Die Friends of Lingshed engagieren sich seit 1994 in der Region Ladakh in Kaschmir, Nordindien. Das entlegene Dorf Lingshed ist nur über einen mehrtägigen Marsch über 5000 Meter hohe Pässe erreichbar. Die Friends of Lingshed finanzieren verschiedene Bildungsprojekte, um Kindern und Jugendlichen aus Lingshed oder anderen entlegenen Dörfern in Ladakh eine gute Schulausbildung bzw. ein Studium zu ermöglichen. Die Spendengelder werden verwendet für Patenschaften für Schulkinder, Studentinnen und Studenten, für das Projekt Winterunterricht (eine Art „Nachhilfeunterricht“ in den Ferienmonaten Dezember bis Februar in Lingshed und umliegenden Dörfern), für Umwelterziehung, für kindgerechte Schulbücher und Unterrichtsmaterialien sowie für Berufsausbildung. Gemeinsam mit der Dorfbevölkerung haben die Friends of Lingshed im Jahr 2000 mit Spendengeldern eine solarbeheizte Schule gebaut, die der Grundstein für die Entwicklung eines großen Schulzentrums der örtlichen Regierung in Lingshed war.

www.lingshed.org

Tifinagh

Sendetermine: 18. und 19. Februar

Der Verein Tifinagh unterstützt die Tuareg- Kel Tifinagh im Raum Agadez und Aïr. Alle Mitglieder des Vereines bereisen das Gebiet laufend und haben persönlichen Kontakt zu den Tuareg in Städten, Dörfern und vor allem in den Nomadengebieten. Der Verein IZAT in Agadez ist Kooperationspartner, seine Ziele sind die Verwirklichung nachhaltiger Entwicklungsprojekte und eine Verbesserung der Schul- und Berufsausbildung. Sendung I: Die Sendung gibt Einblick in die Lebenssituation der Tuareg(nomaden) in Niger und erzählt vom Versuch einiger Reisender, durch den Verein Tifinagh, Unterstützung zu bieten.
Sendung II: Ishumar-Guitar – oder Wüstenrock. Ein Abriss zur Entwicklung dieses Musikstils – besonders geprägt durch Tinariwen oder Abdallah Ouambadougou. Eine musikalische Reise durch die Wüste.

vereintifinagh.blogspot.com

Life Earth

Sendetermine: 20., 21. und 22. Februar

Der Verein Life Earth unterstützt Projekte zur Förderung in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Soziales in Ostafrika. Dies sind Photovoltaik- und Solarheißwasserprojekte für Spitäler, Gesundheitszentren und „Dorfkliniken“, Patenkind-Aktionen für AIDS-Waisen sowie soziale Projekte zur Unterstützung in Slumgebieten und Aufklärungsprojekte. Derzeit läuft das Gesundheitsförderungsprojekt „Sehen ohne Grenzen“ in Kooperation mit Augenärzten des LKH Bruck/Mur in Tansania und für 2010 ist die Initiierung eines Projekts mit jungen Prostituierten in Uganda geplant. In den Radio-Sendungen im Februar informiert Life Earth über diverse sozial- und gesundheitskritische Probleme in Tansania und Uganda und darüber wie die oben erwähnten Projekte des Vereins auf diese Probleme reagieren.

www.lifeearth.at

Energy for Cuba

Sendetermine: 23., 24. und 25. Februar

Energy for Cuba ist ein wohltätiger Verein zur Förderung erneuerbarer Energie in der Dritten Welt. Forschung, Studentenaustausch und Entwicklungshilfe sind seine wesentlichen Aufgaben. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit der kubanischen Universidad Oriente, der Technischen Universität (TU) Graz, der Fachhochschule Wels und der HTL Braunau. Gegründet wurde der Verein 2002 von fünf engagierten Schülern der HTL Braunau. Zwei Milliarden Menschen leben auf dieser Welt in Armut, der Klimawandel wird dieses Elend noch weiter vergrößern. Wir möchten durch Forschung- und Bildungsarbeit und Projekte im Bereich erneuerbarer Energien in der Dritten Welt vorantreiben. Erneuerbare Energien können den Klimawandel zwar bekämpfen, die Dritte Welt verfügt jedoch weder über die Mittel, noch über das notwendige Know-how zur effizienten Nutzung erneuerbarer Energieträger. Klimaschutz muss global betrieben werden, dafür ist eine faire, weltweite Kooperation erforderlich.

www.energy-cuba.adm.at

Aktion Brücke in den Kongo

Sendetermine: 26. und 27. Februar

Aktion Brücke in den Kongo: Begonnen hat alles vor gut 125 Jahren, als der junge Hermann Wissmann Richtung Zentralafrika auszog, das Kongobecken erforschte und Blutsbruderschaft mit dem Stamm der Bashilange schloss. Im Jahr 2005 reiste zu den Feierlichkeiten zum 100. Todestages zu Ehren des berühmten Afrikaforschers eine Delegation aus dem Congo DR an und es kam die Idee auf, diese historische Beziehung zwischen Weißenbach / Liezen und dem Kongo wiederaufleben zu lassen und zu vertiefen. Erstes Ziel des Projekts ist es, in der Missionsstation Mikalayi in der Kasai-Provinz eine Schule wiederherzustellen. Das Gebäude stammt etwa aus dem Jahre 1920 und ist sehr reparaturbedürftig. Die Stromversorgung und Unterrichtsmittel wären dann ein nächster Schritt.

www.abc.cd

Der Verein Radio Helsinki

Der Verein Radio Helsinki: In Österreich gibt es aktuell 13 Freie Radios. Seit dem Jahr 2000 sendet Radio Helsinki im Großraum Graz und im Internet 24 Stunden täglich! Radio ist öffentlicher Raum. Öffentlicher Raum darf nicht ausschließlich von Ökonomie bestimmt werden. Frei ist dieses Radio, weil keine Einzelpersonen über den Programminhalt bestimmen, sondern die ProduzentInnen selbst entscheiden, worüber und wie sie ihre Sendezeit gestalten. Zwei wesentliche Grundsätze bestimmen Freies Radio: Nichtkommerzialität und Offener Zugang. Ersteres gewährleistet Unabhängigkeit in der Sendungsgestaltung. Zweiteres garantiert Meinungsvielfalt, weil prinzipielle jedeR Programm gestalten kann: über Selbstrepräsentation den öffentlichen Raum gestaltet. www.helsinki.at

* "Cocoyoc"...

..."Cocoyoc" - verweist auf die Mehrdeutigkeit kolonialer Verfassungen... von denen wir ausgehen... Entwicklungspolitik korrespondiert genauso mehrdeutig mit globalen Disparitäten... ob im "global Village" oder "urban Globe"...